Eine Welt voller Möglichkeiten

Die Planung einer Wirbelschichtanlage erfordert viele Spezialkenntnisse, nicht nur über alle Details der Verfahrenstechnik. Zu unserem Expertenwissen gehören neben dem perfekten Engineering auch tiefgehende Kenntnisse über Rohstoffe und Substanzen, über Reglementierungen und Standards, Produktionsprozesse, Branchen, Märkte und Trends.

Die Konfiguration Ihrer Anlage hängt von verschiedenen Faktoren ab: Welche Produktmenge planen Sie pro Stunde zu verarbeiten? Welche Eigenschaften besitzt das Ausgangsprodukt, welches Endprodukt wünschen Sie? Wie sind Ihre baulichen Voraussetzungen, welche Standards müssen Sie erfüllen?

Der Wirbelschichtapparat ist dabei die Kernkomponente der Anlage. Zahlreiche Optionen stehen zur Verfügung, um die Anlage anwendungsgerecht auszustatten. Je nach Ausführung lassen sich Wirbelschichtprozesse wie Trocknung, Agglomeration und Sprühgranulation in diesem System kontinuierlich durchführen. Größe und Ausführung der Anlage, das Anlagendesign sowie die peripheren Komponenten sind individuell an die jeweiligen Produkt- und Prozessanforderungen angepasst.

Maßgeschneidertes Temperaturprofil

Die Fluidisierungsluft tritt seitlich in den Zuluftverteiler ein und wird von unten durch den Anströmboden gedrückt. Je nach Konfiguration bieten wir Loch- oder Conidurböden an. Das Konzept der Zoneneinteilung macht die Anlage noch vielseitiger nutzbar. Die Wirbelschichtanlage ist dabei horizontal in mehrere Zonen unterteilt, die sowohl lufttechnisch als auch wärmetechnisch separat geregelt werden können. So lässt sich über die Länge des Apparates ein maßgeschneidertes Temperaturprofil einstellen, das entsprechend der Produkteigenschaften für den Prozessverlauf individuell definiert werden kann. Beispielsweise kann für die Agglomerationszone eine andere Zulufttemperatur gewählt werden, als für die Trocknungs- bzw. Kühlzone. Auf diese Weise ist nicht nur eine energiesparende Betriebsweise, sondern vor allem ein für das Produkt besonders schonendes Verfahren möglich.

Statisch oder vibrierend

Ein wesentliches Merkmal der Neuhaus Neotec Conti FB Wirbelschichtanlagen ist die Ausführung als statisches oder vibrierendes System mit der Option für innenliegende Filterpatronen. Die Vibration dient dazu, eine Grundfluidisation des Produktes bei reduzierter Luftmenge zu erreichen und Strähnenbildung bei niedrig expandierten Wirbelschichten zu vermeiden. Dies ist gerade bei klebrigen und schweren Produkten hilfreich. Außerdem kann die Vibration die Restentleerung des Apparates unterstützen.

Integrierte Filterpatronen

Die meisten unserer Anlagen arbeiten mit einem innenliegenden Filtersystem. Dies verhindert beispielsweise bei Agglomerationsprozessen den zum Teil erheblichen Produktverlust, weil alles Produkt im Inneren des Apparates verbleibt. Feine Stäube werden nicht ausgetragen, sondern dem Prozess erneut zugeführt und zur gewünschten Produktform agglomeriert. Die angeschlossenen Abluftkomponenten bleiben sauber und es ist keine Produktrückführung erforderlich. Das Konzept innenliegender Filter reduziert den Reinigungsaufwand, erhöht die Flexibilität der Anlage und ist zur Trocknung feiner Produkte erforderlich.

Sprühtechnik

Durch integrierte Düsensysteme kann das Wirbelschichtverfahren neben den Prozessen Trocknung und Kühlung für weitere technische Prozesse genutzt werden, wie z.B. Agglomeration, Granulation und Coating. Um die langfristige Flexibilität der Anlage zu gewährleisten, sollte eine Sprühausrüstung generell eingeplant oder später nachgerüstet werden können.

Optionen

  • Staub- und gasdichte Anlagen
  • Ausführung gemäß GMP-Richtlinien
  • CIP- oder WIP-Konzepte
  • Top- oder Bottom-Spray
  • Integrierte Filter oder externe Filtration
  • Vibrierende oder statische Systeme
  • Explosionsschutz-Konzepte
  • Inertgasbetrieb und Kreislauffahrweise
  • Düsen in jeder Zone, höhenverstellbar
  • Entnehmbare Düsen, auch während des Prozesses
  • Produktwehre zur Sektionsteilung
  • Durch-die-Wand-Installation: Trennung Technik/Produktionsraum