Chemie-Mahlwerke

 

Zerkleinerungsprozesse in der Schüttgutindustrie müssen heute aufgrund deutlich gestiegener Anforderungen an die Produkteigenschaften wesentlich höheren Ansprüchen genügen. Enge Kornverteilung, niedriger Feinanteil, minimale Produkterwärmung, einfach zu inertisieren, hohe spezifische Durchsätze bei gleichzeitig niedrigem Energiebedarf, verschleißarm bei höchster Verfügbarkeit – all das sind Anforderungen, denen Walzenmühlen in hohem Maße für Anwendungen in der Chemie, Mineral- und Metallindustrie, der Nahrungsmittelindustrie bis hin zur pharmazeutischen Industrie gerecht werden.

In der Kaffee – und Getreideindustrie sind Walzenmühlen seit Jahrzehnten Standard. Bei der Kaffeebohnenvermahlung z.B. ist eine hohe Ausbeute in einem bestimmten Kornband mit minimalem Feinanteil von höchster Bedeutung. Abhängig von der Anforderung des Endverbrauchers werden die Bohnen auf Walzenmühlen mit geriffelten oder glatten Walzen gemahlen. Der individuell vermahlene Kaffee kann ohne weitere Klassierung direkt der Verpackung zugeführt werden.

Der Verzicht auf eine nachgeschaltete Siebung oder Sichtung oder zumindest der deutlich geringere Aufwand für diesen Verfahrensschritt unterscheidet die Walzenmühle von vielen anderen Mühlentypen, wo ein ungewünschter Feinanteil oft aufwändig und kostenintensiv rezirkuliert oder entsorgt werden muß. Auch die ATEX-Anforderungen sind an langsamlaufende Walzenmühlen deutlich geringer als an herkömmliche schnelllaufende Mühlentypen.

Walzenmühlen sind in der Lage, sehr harte bis hin zu weichen Produkten sehr homogen und mit minimalem Feinanteil je nach Aufgabenstellung bis auf ca. 100 µm zu zerkleinern. Hauptmerkmal insbesondere im Vergleich zur Prallzerkleinerung ist ein deutlich engeres Kornband